Bakterielle Infektionen

Erstmals Leitlinie zur Phagentherapie – Wem kann sie helfen?

Phagentherapie gilt als Hoffnung für Menschen mit Infektionen, bei denen Antibiotika nicht wirken. Jetzt gibt es erstmals eine Leitlinie für Ärztinnen und Ärzte. Für wen eignet sich die Behandlung?

24.09.2026Lesedauer: ca. 3 MinutenQuelle: dpa
Bakteriophage

Phagentherapie – Leitlinie soll Weg in klinische Praxis ebnen (Symbolbild)

© Getty Images | peterschreiber.media

Unzählige Menschen in Deutschland leiden unter hartnäckigen bakteriellen Infektionen – von Harnwegs- oder Wundinfektionen bis hin zu schweren Blutvergiftungen. Wenn Antibiotika in solchen Fällen nicht (mehr) wirken, kann das gerade bei älteren Menschen oder Patientinnen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem zum Tod führen. Wegen des zunehmenden Problems mit Antibiotika-Resistenzen bekommt die sogenannte Phagentherapie seit einigen Jahren verstärkt Beachtung. Welche Hoffnungen sind mit ihr verbunden und wo liegen Einschränkungen?
Deutsche Expertinnen und Experten haben jetzt erstmals eine Leitlinie mit 60 Empfehlungen präsentiert.1 Sie richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, die an der Behandlung bakterieller Infektionen bei Erwachsenen und Kindern beteiligt sind. Federführend bei der Erarbeitung war die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie, Unterstützung gab es auch von internationalen Fachgesellschaften.

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