ADHS im Erwachsenenalter ist weit mehr als eine „Modediagnose“ – es ist eine komplexe Störung der Exekutivfunktionen mit einer Prävalenz von ca. 3,5 %. In dieser Sprechstunde erläutert Frau Dr. Astrid Neuy-Lobkowicz die neurobiologischen Grundlagen (Dopaminmangel-Hypothese) und die oft geschlechtsspezifische Symptomatik, die bei Frauen häufig zu Fehldiagnosen führt. Erfahren Sie, warum die Anamnese das Herzstück der Diagnostik bleibt, wie ADHS die Lebenserwartung massiv verkürzen kann und warum Medikamente laut S3-Leitlinie als First-Line-Therapie gelten. Der Vortrag sensibilisiert zudem für das breite Spektrum an Begleiterkrankungen: von Sucht über Depressionen bis hin zu metabolischen Störungen wie Diabetes Typ 2.