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Todesfälle am Universitätsspital Zürich: Skandal um Klappenimplantate
Cardioband: Einsatz bei undichter Trikuspidalklappe
Der ehemalige Leiter der Herzchirurgie am Universitätsspital Zürich, Francesco Maisano, hat das Cardioband maßgeblich mitentwickelt. Das Herzklappen-Implantat wird bei undichter Trikuspidalklappe eingesetzt. Kathetergestützt wird das Cardioband über die Leistenvene eingebracht und mit mehreren Schraubankern im Herzmuskelgewebe des Ringes der Trikuspidalklappe befestigt. Dann wird das Band über einen Katheter zusammengezogen, die Klappe quasi gerafft, wodurch sich die einzelnen Segel der Klappe aufeinander zu bewegen. So wird die Dichtigkeit der Klappe wiederhergestellt.
Im Sommer 2024 hat das System die Zulassung für den europäischen Markt verloren. Es steht damit nicht mehr als Therapieverfahren und auch nicht mehr als Therapieoption zur Verfügung. In den USA war es nie zugelassen.
In der Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich kam es zu mutmaßlich 70 unerwarteten Todesfällen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Pressekonferenz am Dienstag, 05.05.2026 in Zürich zu den Ergebnissen der Administrativuntersuchung zu den Vorkommnissen an der Klinik für Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich in den Jahren 2016 bis 2020.
© picture alliance/KEYSTONE | MICHAEL BUHOLZER
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