Bei Männern und Frauen

Digitalis bei HFrEF: Neue Studiendaten sprechen für früheren Einsatz

Digitalis könnte bei Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion früher im Therapieverlauf eingesetzt werden. Neue Studiendaten beim ESC zeigen einen frühen, anhaltenden Effekt. Frühere Sicherheitsbedenken bei Frauen bestätigten sich nicht.

10.09.2026Lesedauer: ca. 4 MinutenVon: Nadine Eckert
Roter Fingerhut

Roter Fingerhut (Digitalis purpurea) – die Pflanze gab den Digitalisglykosiden ihren Namen.

© Getty Images | Alex Manders

Digitalisglykoside sollten bei Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) möglicherweise früher eingesetzt werden als bisher. Neue Daten vom Kongress der European Society of Cardiology (ESC) zeigen einen rasch einsetzenden, anhaltenden Nutzen – selbst unter moderner Therapie [1]. Frühere Sicherheitsbedenken bei Frauen bestätigten sich bei niedriger Digoxindosis nicht. „Traditionell werden Digitalisglykoside bei Patienten mit HFrEF und Sinusrhythmus erst als Zweitlinientherapie eingesetzt. Unsere Ergebnisse sprechen aber dafür, sie bereits früh und im gesamten Verlauf der HFrEF als Add-on-Therapie in Betracht zu ziehen“, sagte Dr. Misato Chimura von der University of Glasgow.

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