Optimierte Beatmungstechnik
Hoher PEEP ohne Nutzen bei Bauchoperationen
Die DESIGNATION-Studie stellt die Hypothese infrage, dass ein individuell titrierter hoher positiver endexpiratorischer Druck (PEEP) während größerer abdomineller Eingriffe einen lungenprotektiven Effekt besitzt. Die Ergebnisse zeigen keine Reduktion postoperativer pulmonaler Komplikationen, jedoch ein erhöhtes Risiko hämodynamischer Nebenwirkungen.
17.03.2026Von: Dr. med. Horst Gross

Hoher PEEP ohne Nutzen bei Bauchoperationen.
© Rasi Bhadramani | iStock via Getty Images Plus
Lungenprotektion
Die optimale Einstellung des positiven endexpiratorische Drucks (PEEP) bei mechanisch beatmeten Patienten ist seit Jahren Gegenstand intensiver Forschung. Diskutiert wird insbesondere, ob ein standardisierter PEEP von etwa 5 cm H₂O ausreichend ist oder ob ein individuell titrierter, höherer PEEP klinische Vorteile bietet. Ein zentraler Parameter dieser Strategie ist der Driving Pressure, definiert als Differenz zwischen Plateaudruck und PEEP. Er gilt als wichtiger Marker für die mechanische Belastung des Lungengewebes. Die Hypothese lautet, dass eine PEEP-Titration mit Minimierung des Driving Pressure die Lunge besser schützt und postoperative Komplikationen reduziert.
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