Neue ACS-Leitlinie
Akutes Koronarsyndrom: Neue Standards für antithrombotische Therapie und Sekundärprävention
Die ACS-Leitlinie 2025 schärft das Management beim akuten Koronarsyndrom: Neben der obligaten kompletten STEMI-Revaskularisation stehen die konsequente Lipidsenkung sowie blutungsoptimierte Strategien im Fokus.

Neue ACS-Leitlinie – Akutes Koronarsyndrom (Symbolbild)
© Getty Images | ArLawKa AungTun
Antithrombotische Therapie
Das Fundament der medikamentösen ACS-Therapie bildet die duale Thrombozytenaggregationshemmung (DAPT), bestehend aus einer Ladedosis Aspirin (162–325 mg) und einem P2Y-12-Inhibitor. Wichtig für die Praxis: Diese Empfehlung gilt explizit nicht bei bloßem Infarktverdacht. Bleiben EKG und laborchemische Nekrosemarker (Troponin) negativ, liegt kein ACS vor und eine DAPT ist nicht indiziert. Erst nach definitiver Diagnosesicherung (STEMI/NSTE-ACS) ist die DAPT zwingend. Bei gesichertem NSTE-ACS werden die potenteren Wirkstoffe Ticagrelor oder Prasugrel gegenüber Clopidogrel bevorzugt. Ohne hohes Blutungsrisiko sollte die Erhaltungstherapie für mindestens ein Jahr fortgesetzt werden. Zur Minimierung des Blutungsrisikos liefert die Leitlinie wichtige Neuerungen für die ambulante Betreuung:
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