Frankfurter Forschungsteam

Studie: Spermien begünstigen Mpox-Infektion

Die Viruserkrankung wird bei engem Körperkontakt übertragen. Expertinnen haben untersucht, welche Rolle Samenflüssigkeit dabei spielt.

02.09.2026Lesedauer: ca. 2 MinutenVon: dpa
Sperma begünstigt Infektion durch MPox-Viren

Bindegewebszellen (Fibroblasten, zu sehen sind die blauen Zellkerne) in einer Zellkultur wurden nach einem Tag fast alle durch MPox-Viren infiziert, wenn die Viren zuvor mit Samenflüssigkeit versetzt worden waren.

© Torbica et al., Emerging Microbes & Infections (2026)

Spermien begünstigen nach Erkenntnissen eines Frankfurter Forschungsteams eine Infektion mit Mpox.„Unsere Ergebnisse liefern eine Erklärung dafür, warum sexuelle Kontakte ein besonders hohes Übertragungsrisiko bergen", sagte die Doktorandin Emma Torbica, die die Experimente durchgeführt hat. „So kann Samenflüssigkeit die Infektion fördern, wenn sie zum Beispiel mit analen oder genitalen Schleimhäuten in Kontakt kommt, wo sich bereits Pocken gebildet haben, die noch nicht bemerkt wurden."
Mpox wird überwiegend von Tieren auf Menschen übertragen, die neueren Varianten können aber auch von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Die Krankheit verläuft laut den Wissenschaftlerinnen meist mild mit eher unspezifischen Symptomen. „Erst im weiteren Verlauf zeigen sich die typischen Pocken auf der Haut", hieß es. „Mit dem Auftreten der ersten Symptome sind die Infizierten ansteckend, es braucht zur Übertragung allerdings einen engen Körperkontakt, etwa wenn eine Mutter ihr Kind umarmt, oder durch sexuelle Kontakte."
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