Kommentar

Ebola: Ein Ausbruch ohne Werkzeuge

Die Demokratische Republik Kongo (DRK) erlebt derzeit den schwersten Ebola-Ausbruch ihrer Geschichte. Auslöser ist das Bundibugyo-Virus, für das es – im Gegensatz zum Zaire-Stamm – weder zugelassene Impfstoffe noch Therapeutika gibt. Prof. Dr. med. Tomas Jelinek, Medizinischer Direktor des BCRT – Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin –, erklärt, was dies für medizinisches Personal im Einsatz, für Geschäftsreisende und für die Diagnostik in deutschen Wartezimmern bedeutet.

24.08.2026Lesedauer: ca. 7 MinutenVon: Prof. Dr. med. Tomas Jelinek
Ebola

Prof. Tomas Jelinek: Der aktuelle Ebola-Ausbruch wird "ohne Impfstoff bewältigt werden müssen".

© Getty Images / Kitsawet Saethao

Mit 3.605 bestätigten Fällen und 1.587 Todesfällen zum 30. Juli hat er den bisherigen Rekordausbruch von 2018 bis 2020 mit 3.317 bestätigten Fällen überschritten.1 Die Letalität liegt bei 44 %. In der Kalenderwoche 30 wurden mit 567 Fällen und 296 Todesfällen die höchsten Wochenwerte des gesamten Geschehens registriert.1 Wer aus diesen Zahlen ein aktuell abflachendes Geschehen herauslesen will, liest gegen die Daten.
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