Herzcheck, Bluttests, Impfungen

Linnemann: Was Apotheker künftig alles anbieten dürfen

Beim Deutschen Apothekertag diskutiert die Branche über ihre künftige Rolle in der Versorgung. Apotheken hätten „jetzt mehr Möglichkeiten“, etwa bei Prävention und Impfungen, sagte Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) in seinem Grußwort. Auch bei der Versorgung chronisch Kranker sieht er Spielraum.

17.09.2026Lesedauer: ca. 7 MinutenVon: Michael van den Heuvel
Linnemann: Was Apotheker künftig alles anbieten dürfen

© Getty Images | FatCamera

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Pessimistischer Blick in die Zukunft

Trotz neuer Aufgaben blicken viele Apotheker mit Sorge in die Zukunft. Der zum Deutschen Apothekertag veröffentlichte Apothekenklima-Index 2026 der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, eine repräsentative Befragung von 500 Apothekeninhabern, zeigt zwar eine leichte Stabilisierung der wirtschaftlichen Erwartungen. Optimismus sieht jedoch anders aus: 56,4 % rechnen damit, dass sich die wirtschaftliche Situation der Apothekenbranche in den kommenden 2 bis 3 Jahren weiter verschlechtern wird. Für die eigene Apotheke erwarten 38,2 % eine ungünstigere Entwicklung. Mehr als die Hälfte, 52,6 %, plant in den nächsten 2 bis 3 Jahren überhaupt keine Investitionen. Die Skepsis trifft auf einen seit Jahren anhaltenden Strukturwandel. „Wir haben im Jahr 2010 21.500 Apotheken gehabt, 15 Jahre später 16.500, das sind 5000 Apotheken weniger", betonte Linnemann. „Wir verlieren viele Apotheken Tag für Tag.“ Er sprach von „Auswirkungen auf die flächendeckende Versorgung“.

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