GKV-Spargesetz
Kinderärztinnen warnen: Sparpaket gefährdet Vorsorge
Die geplanten Deckelungen des Budgets im Gesundheitsbereich könnten vor allem Kinder aus bildungsfernen Familien treffen. Kinderärztinnen fordern, die U-Untersuchungen und Impfungen auszuklammern.
10.09.2026Von: dpa

Die Kinder- und Jugendärztin Tanja Brunnert ist u. a. Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ) und kritisiert das Sparpaket: „Da fällt einem wirklich nichts mehr ein.“
© picture alliance/dpa | Swen Pförtner
Tanja Brunnert ist mit Leidenschaft Kinderärztin in Göttingen. Die mentale und körperliche Gesundheit ihrer Patienten ist ihr wichtig – dafür geht sie auch pragmatische Wege: „Ich habe hier schon gesessen und eine Kita-Anmeldung ausgefüllt, weil die Eltern Analphabeten waren“, sagt sie. Das Kind war entwicklungsverzögert, Brunnert war es wichtig, dass es gefördert wird. Vor allem mit Blick auf bildungsferne Familien ist die Ärztin wegen des Gesundheits-Sparpakets besorgt. Sie rechnet durch das im Juli in Kraft getretene sogenannte GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz mit negativen Auswirkungen auf die Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen bei Kindern und Jugendlichen. „Bisher wurde jede Impfung und jede Vorsorgeuntersuchung voll bezahlt, dies kann sich nach dem jetzigen Gesetzestext ändern“, betont sie.
Deckelung ist „im höchsten Maße schädlich für Kinder“
Diese Inhalte werden präsentiert von