Zöliakie
Wie wenig Gluten ist zu viel?
Bei Zöliakie ist eine glutenfreie Ernährung essenziell. Dennoch variieren international die Grenzwerte für die Kennzeichnung in Lebensmitteln deutlich. Eine australische Studie untersuchte nun, ab welcher Dosis das Immunsystem reagiert.1

Die Dosis macht das Gift – doch trifft das auch im Fall von Gluten bei Zöliakie zu?
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Die durch Gluten ausgelösten Beschwerden bei Zöliakie betreffen zwischen 1 und 2 % der Weltbevölkerung. Desaminiertes Gluten wird dabei von Antigen präsentierenden Zellen präsentiert und aktiviert CD4+ T Zellen, die Cytokine, wie unter anderem auch Interleukin 2 (IL2) ausschütten. Die einzige Linderung der Symptome schafft dabei eine strikte glutenfreie Ernährung. Studien, die eine mögliche Grenze der Gluten-Menge bestimmen, die noch akzeptabel wäre, sind jedoch Mangelware. Was dazu führt, dass die Grenzen, ab denen Gluten in Nahrungsmitteln gekennzeichnet werden muss zwischen den Ländern schwanken. In Europa und den USA dürfen Produkte als glutenfrei gekennzeichnet sein, wenn sie < 20 ppm (10 mg Gluten in 500 g Portion) Gluten enthalten, während die Grenze in Neuseeland und Australien bei <3 ppm (1,5 mg Gluten in 500 g Portion) liegt.
IL2 ist dabei einer der sensitivsten Biomarker, der bereits 2–4 Stunden nach Gluten-Verzehr ansteigt. Forschende publizierten nun in Gastroenterology die Ergebnisse zu ihrer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Dosis-Wirkungs-Studie, bei der sie ermittelten, ab welcher Dosis Gluten es zu einem IL2-Anstieg kommt.1
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