Digitalisierung

1 Jahr ePA: Verbraucherzentrale fordert zügige Verbesserungen

Für wichtige Gesundheitsdaten wie Befunde und Laborwerte haben Millionen Versicherte inzwischen auch einen digitalen Speicher. Bisher schauen nur wenige hinein - das soll aber attraktiver werden.

18.02.2026Von: dpa
epa

Rund 70 Millionen der 74,5 Millionen gesetzlich Versicherten haben seit Januar 2025 eine ePA von ihrer Kasse angelegt bekommen, was man für sich auch ablehnen kann.

Fast alle gesetzlich Versicherten haben seit einem Jahr auch eine elektronische Patientenakte (ePA) - für einen Durchbruch werden aber Rufe nach mehr nützlichen Anwendungen laut. Die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Ramona Pop, sagte, die E-Akten seien noch nicht im Alltag angekommen. „Das ist wenig überraschend, denn zentrale Funktionen wie digitale Impf- oder Bonushefte fehlen weiterhin.“ Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband nannte die aktuelle ePA „eingeschränkt praxistauglich“.
Der bisherige Start bleibe hinter den Erwartungen zurück, kritisierte Pop. Die ePA könne ihr Potenzial nur entfalten, wenn ein deutlich größerer Teil der Versicherten sie aktiv nutze. Dafür müsse die E-Akte «alltagsnahe Mehrwerte» bieten. Die Verbraucherzentralen fordern dafür eine zügige Umsetzung weiterer Funktionen, die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) angekündigt hat. Wichtig seien auch mehr Aufklärung und Informationen nicht nur zum Start.

Diese Inhalte werden präsentiert von

coliquio Logo bunt
Zurück zum Seitenanfang