Nach einer Knie-Operation unter Narkose wird ein 17-jähriger niederländischer Gymnasiast in die Klinik für Psychiatrie der Universität von Maastricht vorgestellt. Der Grund: Er verstand und sprach seine Muttersprache nicht mehr. Stattdessen kommunizierte er auf Englisch.1
Der 17-Jährige hatte keine psychiatrischen oder andere Erkrankungen (abgesehen von einem gut kontrollierten Faktor-V-Leiden) und war zum ersten Mal operiert und anästhesiert worden. Auch seine psychiatrische Anamnese (einschließlich der Familien-Anamnese) war unauffällig. Die Muttersprache des Patienten war Niederländisch, Englisch hatte er in der Schule gelernt. Er hatte keine Verwandten in einem englischsprachigen Land und war auch in letzter Zeit in keinem solchen Land gewesen. Die Anästhesie war mit verschiedenen Medikamenten eingeleitet worden. Nach der Operation wurde der verwirrte Patient in den Aufwachraum gebracht, wo eine Krankenschwester bemerkte, dass er Englisch sprach. Er sagte wiederholt, sich in den Vereinigten Staaten von Amerika zu befinden. Seine Muttersprache hingegen konnte er weder sprechen noch verstehen. Dies war auch einige Stunden nach der Operation noch der Fall.