Trotz sichtbarem Teerstuhl

Fälschliche Entwarnung durch negativen Hämoccult

Ein 58-jähriger Patient stellt sich mit wiederholt aufgetretenen schwarzen Stühlen und Benommenheit in der Notaufnahme vor. Aufgrund eines negativen Stuhltestes auf okkultes Blut (Hämoccult-Test) wurde aber erst einmal Entwarnung gegeben – ein schwerer Fehler, der gerade noch korrigiert werden konnte.1,2

02.07.2025Lesedauer: ca. 1 Minute
Notaufnahme

Mit Teerstuhl in die Notaufnahme: die Ursache wurde im vorliegenden Fall beinahe übersehen.

© Dreamstime.com | Chris Dorney

Der Patient wies bis auf eine Ibuprofen-Medikation wegen einer Kniegelenksarthrose keine Risikofaktoren für gastrointestinale Blutungen auf und litt auch nicht unter Belastungsatemnot oder Angina pectoris.
Die körperliche Untersuchung war unauffällig – die digitale rektale Untersuchung förderte schwarzen, teerigen, übelriechenden Stuhl ohne erkennbare Spuren von frischem Blut zutage. Der Hb lag bei 11,0 mg/dl und war damit deutlich niedriger als drei Monate zuvor (13,6 mg/dl). Ein daraufhin angefertigter Hämoccult-Test fiel aber negativ aus, was dazu führte, dass der Mann stationär aufgenommen wurde, aber keine sofortige endoskopische Abklärung erfolgte.

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Fälschliche Entwarnung durch negativen Hämoccult