Fallbericht

Ein Mann, der aufgrund einer Sprachbarriere an einer Meningitis verstirbt

Ein 30-jähriger Mann kam mit Fieber, allgemeiner Schwäche und verminderter oraler Nahrungsaufnahme ins Krankenhaus. Aufgrund einer Sprachbarriere war die Anamnese erschwert. Die körperliche Untersuchung lieferte keine wegweisenden Informationen.

20.08.2026Von: Wolfgang Paik
Ein Mann, der aufgrund einer Sprachbarriere an einer Meningitis verstirbt

Ein Mann, der aufgrund einer Sprachbarriere an einer Meningitis verstirbt

© gorodenkoff | iStock via Getty Images Plus

Im Labor zeigten sich eine Leukozytose mit 9,3 x 10^9/L, ein erhöhtes CRP mit 14 mg/L, eine Hyponatriämie mit 122 mmol/L, eine Hypochlorämie mit 84 mmol/L. Die initiale Therapie erfolgte mit intravenöser Flüssigkeitsgabe und Paracetamol.
Ab dem 2. Tag des Aufenthalts verschlechterte sich der Zustand des Patienten graduell. Bis zum 4. Tag war sein GCS-Score von 15/15 auf 12/15 gefallen. Eine erneute körperliche und neurologische Untersuchung offenbarte zu diesem Zeitpunkt eine Photophobie, Nackensteifheit sowie ein positives Kernig-Zeichen. Eine Meningitis wurde klinische diagnostiziert und eine Antibiose mit Ceftriaxon und Aciclovir eingeleitet. 
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