Bereits fünf Tage zuvor treten Durchfall und Fieber auf. Daraufhin nimmt sie Ibuprofen, krampflösende Medikamente und Rifaximin ein, worunter sich die Symptome zunächst teilweise bessern. Zwei Tage später – also drei Tage vor der aktuellen Vorstellung – steigt die Körpertemperatur erneut auf 38,5 °C an. Sie sucht ihren Hausarzt auf, der eine Therapie mit Ciprofloxacin in einer Dosierung von 500 mg zweimal täglich verordnet. Da das Fieber auch nach 48 Stunden nicht zurückgeht und die Bauchschmerzen weiterhin bestehen, stellt sie sich schließlich in der Notaufnahme vor.
In der Anamnese fällt ein Autounfall im vergangenen Jahr auf. Dabei erleidet die Patientin eine Verletzung der Lendenwirbelsäule, die operativ durch eine Stabilisierung der Wirbelsäule versorgt wird. Seit dem Eingriff leidet sie unter chronischen Rückenschmerzen, die sie regelmäßig mit frei verkäuflichem Ibuprofen behandelt. Die Patientin raucht nicht, konsumiert keinen Alkohol und nimmt weder Freizeit- noch illegale Drogen ein. Weitere relevante Vorerkrankungen sind nicht bekannt. Sie ist seit 5 Jahren verheiratet, hat vor 3 Jahren ein Kind vaginal entbunden und verwendet regelmäßig orale Kontrazeptiva. Die letzte Auslandsreise führte sie vor 2 Jahren nach Italien.