Einige Wochen vor der aktuellen Vorstellung hatte sich an der Oberseite der Läsion ein blutiger Ausfluss entwickelt, der anschließend verkrustete. Die Patientin verneinte die Einnahme oraler Kontrazeptiva und gab an, keine Bauchoperationen gehabt zu haben.
Die ursprüngliche Keloidnarbe war früher mit intraläsionalen Steroidinjektionen behandelt worden, und die Patientin war an einer ähnlichen Behandlung für den aktuellen Knoten interessiert. Zudem hatte sie eine hyperpigmentierte, hypertrophe Narbe im oberen Bereich um den Nabel herum, die von einem früheren Piercing stammte und sich einige Jahre vor der Vorstellung zurückgebildet hatte.
Bei der körperlichen Untersuchung der Läsion zeigte sich ein 1,2 cm großer, weicher, druckempfindlicher, violetter Knoten mit einer gelben Kruste entlang der oberen Oberfläche des Nabels. Es gab keinen tastbaren Defekt der Bauchdecke, und der Knoten ließ sich nicht in die Bauchhöhle zurückdrücken. Die Anamnese ergab, dass die Läsion während des Menstruationszyklus der Patientin blutete und dass sie unter anhaltenden Schmerzen und Druckempfindlichkeit litt. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte veranlassten daraufhin eine Stanzbiopsie.
Reprinted with permission from Cutis. Cutis. 2025 October;116(4):123, 129-130, 137 | doi:10.12788/cutis.1273, © 2025, Frontline Medical Communications Inc.