Außerdem gab er an, im vergangenen Jahr Schwierigkeiten beim Anheben der Arme gehabt zu haben; Muskelschmerzen hatte er nicht. Bei der Auskultation stellten wir einen ausgeprägten Muskelschwund im Bereich der Schulterblätter fest (Abb. 1). Bei der manuellen Muskeluntersuchung wurde die Schulterabduktion mit Grad 4 (Skala 0 bis 5) bewertet. Die klassischen Anzeichen einer Hyperthyreose (Struma, Exophthalmus, Tremor oder Tachykardie) fehlten.
Nachdem der Patient die Behandlung seiner Lungenentzündung abgeschlossen hatte, zeigten seine Schilddrüsenfunktionstests ein nicht nachweisbares Thyrotropin (Thyreoidea-stimulierendes Hormon [TSH]; Referenzbereich für das Alter 0,65 bis 5,51 μIU/ml), erhöhte Werte für freies Thyroxin (freies T4 7,2 [Referenzbereich 0,71 bis 1,52] ng/dL) und Trijodthyronin (freies T3 13,7 [Referenzbereich 2,52 bis 4,06] pg/ml) sowie normale Kalium- (4,3 [Referenzbereich 3,5 bis 4,6] mEq/l) und Kreatinkinase-Werte (63 [Referenzbereich 24 bis 195] U/l). Sein Thyrotropinrezeptor-Antikörper war erhöht (3,4 [Referenzbereich < 2] IU/L), was die Diagnose einer Basedow-Krankheit bestätigte.1