Kommentar
Die tägliche Schrittzahl sollte das fünfte Vitalzeichen sein
Das tägliche Bewegungspensum verrät viel über die physische und psychische Verfassung – spielt in der Anamnese jedoch kaum eine Rolle. Dr. George D. Lundberg argumentiert, warum die tägliche Schrittzahl den Status eines offiziellen Vitalzeichens verdient.
02.12.2025Von: George D. Lundberg, MD

Nimmt die tägliche Schrittzahl ab, ist das ein deutliches Warnsignal
© Getty Images | Johner Images
Ein Kommentar von George D. Lundberg, MD
Puls und Atemfrequenz gelten seit vielen Jahrhunderten als „Vitalparameter“. Die klinische Messung der Körpertemperatur fand Mitte des 17. Jahrhunderts breite Akzeptanz, und um 1900 kam der Blutdruck hinzu, als Stethoskope und Blutdruckmessgeräte allgemein gebräuchlich wurden. Und obwohl Schmerz einige Jahrzehnte lang als fünfter Vitalparameter propagiert wurde, passte er nie wirklich dazu – nicht zuletzt, weil Schmerz ein subjektives Symptom und kein objektiv messbares Zeichen ist. Ich schlage vor, die tägliche Schrittzahl als fünftes Vitalzeichen hinzuzufügen.
Diese Inhalte werden präsentiert von