Aus dem Kollegenkreis

Reden wir uns krank?

Ist es zu begrüßen, dass zunehmend offen über psychische Erkrankungen gesprochen wird? Oder führt dies eher zu einer Häufung schwammiger Selbstdiagnosen? Lesen Sie hier, was die Ärztinnen und Ärzte auf coliquio darüber denken und was die fehlende „Bank unter der Dorflinde“ damit zu tun haben könnte.

20.02.2026Lesedauer: ca. 4 MinutenVon: Nathalie Haidlauf
Reden wir uns krank? So denken Ärzte darüber

Viele Menschen suchen bei Sorgen und Nöten heute eher Rat im Netz als im persönlichen Gespräch.

© Getty Images | Maria Korneeva

Der folgende Beitrag basiert auf der Forumsdiskussion Wird heute zu viel über die Psyche geredet? Der Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und anschließend redaktionell geprüft und bearbeitet.
Den Anlass, diese Frage zu diskutieren, gab eine großangelegte Studie aus Großbritannien.1 Das britische Bildungsministerium wollte wissen, ob schulische Trainings zu Achtsamkeit und psychischer Gesundheit sich positiv auf das Befinden von Jugendlichen auswirken könnten. Insgesamt nahmen 45.000 Kinder und Jugendliche an der Studie teil. Einige besuchten Workshops zu Angst‑ und Essstörungen, andere übten den Umgang mit belastenden Situationen, wieder andere erlernten Atem‑ und Entspannungstechniken. Über ein Jahr hinweg wurden die Teilnehmenden mehrfach danach befragt, wie es ihnen geht. Ein Jahr später zeigte sich: Mit den meisten Trainings war keinerlei oder kaum eine positive Wirkung assoziiert. 

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