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Buchtipps Ihrer Kolleginnen und Kollegen
In diesem Jahr war ich besonders begeistert von dem Buch „Erebus – Ein Schiff, zwei Fahrten und das weltweit größte Rätsel auf See“. Geschrieben von Michael Palin – in erster Linie bekannt durch die britische Komikergruppe Monty Python. Doch er war auch Präsident der Royal Geographical Society und verfasst Romane und Reiseberichte.
Palin erzählt auf sehr lebendige Art und Weise die Geschichte der Erebus vom Stapellauf über die erfolgreiche Antarktisexpedition mit James Clark Ross bis zu ihrem dramatischen Ende in der Arktis: 1845 brach John Franklin mit der Erebus und ihrem Schwesterschiff, der Terror, auf, um die Nordwestpassage zu finden. Doch keiner der Männer an Bord überlebte, erst im Jahr 2014 wurde die Erebus gefunden.
Marc Fröhling, Medizinredakteur
Eines der schönsten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe, ist „22 Bahnen“ von Caroline Wahl. Es geht um die sehr junge Frau Tilda, die versucht, in schwierigen Lebensumständen standhaft zu bleiben und ihre Prioritäten nicht aus den Augen zu verlieren. Gleich mehrere Belastungen machen ihr das Leben schwer. Tilda hat keinen Vater und eine alkoholkranke Mutter, die ihr Leben nicht mehr allein bestreiten kann. Es herrschen in der Wohnung unschöne Zustände, und Tildas erste Priorität ist es, sich um ihre kleine Schwester zu kümmern und ihr ein normales Leben zu ermöglichen. Gleichzeitig ist sie eine engagierte und begabte Studentin, die sich um ihre berufliche Zukunft Gedanken machen muss. Und dann gibt es eine traurige Vorgeschichte und einen jungen Mann… In diesem Szenario findet Tilda Ruhe im Freibad, wo sie regelmäßig 22 Bahnen schwimmt, am liebsten bei Regen.
Das besondere an diesem Buch war für mich, wie Caroline Wahl es schafft, die Atmosphäre der Verzweiflung nicht vordergründig werden zu lassen. Die selbst noch junge Autorin schafft es, Leserinnen und Leser dicht an das Gefühlsleben der Charaktere heranzuführen, ohne dass Traurigkeit entsteht. Mit Hilfe einer ganz besonderen, feinen Sprache entsteht ein Gefühl der Nähe zur Protagonistin, die gleichzeitig Stärke ausstrahlt.
Dr. Melanie Salz, Zahnmedizin; Kinderzahnheilkunde
Ich bin begeisterte Leserin von biografischen Romanen, weil man so neben dem vergnüglichen Lesen auch noch was lernt über die entsprechende Person und Alltagssituationen der jeweiligen Zeit. So lese ich gerne über historische Persönlichkeiten wie z.B. Karl dem Großen als sogenannten ersten Europäer (Stefan Weinfurter: Karl der Große-der heilige Barbar) oder König Barbarossa (Frederik Berger: Canossa). Nebenbei machen diese Romane neugierig auf die Orte, wo diese Menschen gelebt haben und geben Inspiration für Ausflüge oder Urlaube, um die Wirkungsstätten zu besichtigen und sich in die damalige Zeit zurückzuversetzen.
Ganz besonders spannend fand ich als Frauenärztin das Buch: Hermine Heusler-Edenhuizen-die erste deutsche Frauenärztin von ihrem Großneffen Heyo Prahm herausgegeben. Es beschreibt die schweren Anfänge für Frauen um die Jahrhundertwende, zum 20. Jahrhundert erstmal zum Medizinstudium zugelassen zu werden und dann noch als Ärztin zu arbeiten. Sie war mutig und zielstrebig und hat es geschafft, die Frauenheilkunde in Deutschland ein großes Stück voranzubringen.
Dr. med. Cornelia Friedrich, Fachärztin für Frauenheilkunde; Sexualmedizin
Besonders die Winterzeit lädt dazu ein, wieder einmal in einem guten Buch zu schmökern. Ob Roman, Reisebericht oder Wissenschaftliches – wir haben die Anregungen Ihrer Kolleginnen und Kollegen für den richtigen Griff ins Bücherregal gesammelt.

Ein gutes Buch kann für Wärme in der kalten Jahreszeit sorgen.
© Dreamstime.com | Alexander Raths
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