Der Gesetzgeber hat keine plötzliche Zuneigung zu Hausärztinnen und Hausärzten entdeckt. Vielmehr hat die Politik nach langer Zeit begriffen, dass die finanzielle Attraktivität der Niederlassung zu gering ist. Dies führt zu massiven Nachbesetzungsproblemen, da Studienabgänger aufgrund der Verdienstmöglichkeiten oft die fachärztliche Weiterbildung vorziehen. Die Entbudgetierung soll nun die wirtschaftliche Grundlage schaffen, um die hausärztliche Versorgung in der Fläche überhaupt zu gewährleisten.
Hinter den Maßnahmen steckt jedoch ein größeres Ziel: die Kostendämpfung. Deutschland kann sich den aktuell ungesteuerten Zugriff von GKV-Versicherten auf medizinische Leistungen kaum noch leisten. Ein gesetzlich eingeführtes Primärarztsystem, wie es in den meisten europäischen Staaten üblich ist, könnte hier Abhilfe schaffen. Die aktuellen Reformen dienen als Vorbereitung:
Was ist mit dem hausärztlichen Nachwuchs: Glauben Sie, dass die Entbudgetierung ausreicht, um den Nachwuchsmangel zu beheben, oder ist das Primärarztsystem unvermeidlich? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in die Kommentare!