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Eine 40 jährige sonst gesunde Patientin hat seit drei Monaten drei Episoden einer jeweils einseitigen Sehstörung. Erstmal als Optikusneuritis beschrieben mit Blendempfindlichkeit, Unscharfsehen und Farbentsättigung, Verzögerung der VEP auf 135 ms. MRT ohne cerebrale Läsion. LP ohne oligoklonale Banden, aber leichte Pleozytose, sonst o.B. Nach Kortisonstoß jeweils rasche Besserung in ein paar Tagen bis einer Woche. Nach letzter Symptomatik erneute MRT: Am Sehnerven, im Hirn und im Halsmark keine Läsionen. VEP nicht weiter verändert, aber erneute Sehrstörung. Aquaporin-4 AK (Devic-Syndrom) ist abgenommen, Ergebnis steht aus. Erweiterte Serologie/ Laboruntersuchung (HIV, Lues, Borreliose, Sarkoidose, Kollagenosen) ist geplant. Eine typische MS liegt ja wohl nicht vor. Hat jemand so was schon gesehen? Was für realistische DD fallen ihnen ein? Ich habe mir auch schon überlegt, ob es wirklich eine Neuritis sein muss, oder ob es eine andere reversible Funktionsstörungen sein kann wie bei Kanalerkrankungen.
Stichwörter: Nervus opticus, Neuritis, rezidivierend, MS, Differentialdiagnose, Devic Syndrom, Neuromyelitis optika
Fachgebiet: Augenheilkunde, Laboratoriumsmedizin, Neurologie, Pathologie, ... |
Neurologie und Psychiatrie
Das Risiko nach einer Sehnervenentzündung eine MS zu entwickeln betrug in einer großen Studie nach 10 Jahren 39%, nach 20 Jahren 49%, nach 30 Jahren 54%, und nach 40 Jahren 60%. Frauen haben dabei ein höheres Risiko als Männer, das Risiko ist auch für HLA-DR2 positive Menschen höher.direkt kommentieren