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Akustikusneurinom - wo und wie behandeln
von  Gold-Mitglied Dr. ... (Hals-Nasen-Ohrenheilkunde)
1,5cm im Durchmesser haltendes Akustikusneurinom mit Hörminderung, einmalig aufgetretenem Schwindel und Tinnitus. Diskreter subj. Leidensdruck.
Wer hat Erfahrung mit wo operieren oder bestrahlen?
Welche Klinik macht diese OP am häufigsten?
Danke für Erfahrungswerte.
Stichwörter: Akustikusneurinom, Vestibularisschwannom, Gammaknife
Fachgebiet: Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Neurochirurgie, Neurologie
Diskussion
Teilnehmer: 13   Kommentare: 29
Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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(1)
Solange der Hirnstamm nicht betroffen ist, würde ich zuwarten, den alle Symptome werden schlechter!!!
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Gold-Mitglied Dr. ...
Augenheilkunde
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Ich würde den Patienten in der Neurochirurgie der Universität Würzburg vorstellen. Habe dort bei über 15 Patienten mit cerebralen Tumoren nicht ein einziges Mal schlechte Erfahrungen gemacht. Hervorragende Diagnostik, gute interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachabteilungen und sehrgute operative Ergebnisse und die Patienten waren alle auch mit der pflegerischen und ärztlichen Zuwendung zufrieden.
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Gold-Mitglied Dr. ...
Neurologie
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(2)
Sehe ich ähnlich: Solange der Tumor den Hirnstamm nicht erreicht, ist keine Eile geboten. Ich würde eher Verlaufskontrollen machen und bei zunehmender Symptomatik oder Größe erneut über die Intervention nachdenken. Aus dem Bauch heraus unter 50y Op und über 60y Bestrahlung inform von GammaKnife oder CyberKnife. Da habe ich gute Erfahrungen mit Prof. Wowra in München gemacht.
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Silber-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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(2)
ooo. Das ist jetzt wirklich grenzwertig: Solche eine wichtige Frage an ein Forum zu stellen, in dem immer die gleichen Besserwisser alles wissen und die echten kompetenten Ratgeber gar nicht erkannt werden können.
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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was meinen Sie damit?
Ich glaube allen sind die Therapiemöglichkeiten bekannt - die grundlegende Frage OP oder Nicht OP ist im Vorfeld zu klären.
Sobald man auf einer Neurochirurgie landet, bekommt man ab einem DM von 10 mm einen OP-Termin (war zumindest die letzten 15 Jahre so).
QoL sinkt nach OP meistens - Hören meist schlechter, Tinnitus meist idem, und manchmal eine Facialisparese. Der postoperative Schwindel verschwindet meistens.
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Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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(2)
gibt es denn eine objektive otoneurologische Diagnostik (AEP/BERA, Elektronystagmographie, otoakustische Emissionen) Die Indikation nur vom Erreichen des Tumor am Hirnstamm abhängig zu machen finde ich sehr unprofessionell. Wie stark ist den die Hörminderung? Es gibt noch seit langem das therapeutische Konzept der Gehörerhaltung, was ja auch komplexere Zugänge zum Tumor erfordert, als der direkte Weg durch das Innenohr, was zwangsläufig zu Taubheit und (hoffentlich nur passagerer) Schwindelsymptomatik führt. Gelegentlich hilft es dem Pat., wenn er betroffene und schon behandelte Patienten sprechen kann. Im Fall der Entscheidung für eine Operation ist sicher zu einer Klinik mit fundierter Erfahrung und entsprechendem medizinischen Hintergrund der ggfs. kooperierenden Kliniken und Insitute.
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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Von einer BERA kann man nichts ableiten - sie dient ja ausschließlich einer Diagnostik oder sehen Sie das anders?
Ich stimme vollkommen zu, der translabyrithäre Weg ist sicherlich nicht der OP-Zugung der Wahl.
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Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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Selbstverständlich dient eine BERA zur Diagnostik und nicht zur Therapie. Aber wie kommen Sie darauf, dass von dieser Untersuchung nichts abzuleiten wäre?
Und der OP-Zugang ist abhängig von Sitz (intra- extrameatal) und Größe des Tumors sowie von der Funktion des Innenohres. Deshalb halte ich eine Diskussion über eine Therapieempfehlung für diesen sehr knapp vorgestellten Fall ohne Kentniss der Otoneurologie und Bildgebung für eher hypothetisch. Interessant zu lesen, wer alles als Operateur empfohlen wird.
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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.. aber das sehe ich doch am MR-Bild viel besser als in der BERA oder?
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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.. ein kleines Neurinom würde ich eventuell gar nicht in der BERA endecken und im MR schon!
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Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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Freilich ist das MR der Goldstandard zum Ausschluß eines AN, und nicht die AEP/BERA. Die BERA schließlich keine Bildgebung und dient der Funktionsdiagnostik. Ebenso Wie die OAEs, welche sich als Distorisionsprodukte auch gut zur Verlaufskontrolle eignen. Es ist sicher trivial, aber vielleicht doch wert zu erwähnen: vor jeder Therapie sollte eine Diagnostik stehen, welche dem Arzt die Entscheidungsgrundlage für eine individuelle Therapie liefert. Und da ist es obligatorisch, neben der hinreichenden Bildgebung, eine möglichst exakte Information über die tumorbedingte Funktionseinschränkung zu haben. Erst recht, wenn daraus die Entscheidung zur Therapie (OP oder Gamma-Knife) oder Zuwarten gefällt werden soll. Das natürlich weitere Faktoren von Patientenseit eine Rolle spielen, ist sicher auch klar.
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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(2)
Chriurgisches Vorgehen als auch gamma knife haben vor und Nachteile. Beim der Radiatio sind im Falle eines Rezidivs die chirurgischen Nachteile und Folgen nicht von der Hand zu weisen.

Ich würde auf jeden Fall in einem halben Jahr ein Kontroll-MR durchführen und das weitere Procedere von der Wachstumstendenz abhängig machen.
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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Stimme vollkommen zu
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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ist natürlich so, dass das leitliniengerechte Vorgehen bekannt ist. In der Niederlassung ist aber ein Gedankenaustausch über so ein Forum ideal. Auch wenn der eine oder andere Besserwisser dabei ist, so habe ich eigentlich fast nur gute Erfahrungen mit den Kommentatoren. Insbesondere bei dieser Diskussion kann ich keinerlei Besserwisserei entdecken.
Ich möchte mich daher bei allen bedanken, die sich hier beteiligen.
grüße
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Mitglied Dr. ...
Neurologie
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(2)
Eine sehr gute Adresse ist Hannover Prof. Samii Im INI oder dessen Schüler Prof Tatagibi in Tübingen. Ein AKN in der Größe von 1,5 cm ist ja gar nicht mehr so klein und es macht ja auch bereits eine Klinik. Ich würde nicht zu lange warten, denn weitere Symptome kommen mit Sicherheit dazu und die OP wird bei wachsendem Tu auch nicht günstiger.
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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(2)
Sie wissen doch noch gar nicht, ob es tatsächlich schnell wächst, oder vielleicht schon seit Jahren besteht. Ein halbes Jahr kann man sicher warten und dann bei der Kontroll MRI feststellen, ob tatsächlich eine Wachstumstendenz besteht.
Denken Sie immer daran, wie Sie sich selbst entscheiden würden!
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Gold-Mitglied Dr. ...
Neurologie
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(2)
Ja, der Meinung von huliganek bin ich auch: noch weiß man doch gar nicht, ob das Neurinom nicht schon seit Jahren dort existiert und womöglich gar keine Progredienz hat. Man sollte zumindestens erstmal die Progredienz nachweisen - da die Operation ja vorwiegend darauf zielt weitere Schäden zu verhindern, aber verlorenes primär nicht wieder bringen kann. - Also ich würde auch erstmal eine Verlaufskontrolle in 6 Monaten anstreben bzw. bei weiteren Symptomen auch vorzeitig. Und dann den Patienten mit den Bildern zu einem der oben genannten Fachleute schicken.
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Gold-Mitglied Dr. ...
Neurologie
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(2)
Einer der guten Operatuere für das Akustikusneurinom ist Prof. Strauss der Chef der Neurochirurgie in Halle/Saale, er beschäftigt sich seit vielen Jahren damit. Endlos zuwarten würde ich bei der Größe und Symptomatik auch nicht, man darf nur nicht erwarten, das die Patienten hinterher völlig beschwerdefrei sind, Schwindel oder auch Kopfschmerzen sind nach Op eines Akustikusneurinoms nicht selten.
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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(2)
Ich denke jetzt einmal laut über den Fall nach. Es handelt sich nicht um einen Zufallsbefund (MRT aus anderer Indikation), sondern um ein symptomatisches Vestibularisschwannom, denn es liegt eine Hörminderung vor. Ferner vermute ich, dass das Labyrinth auf dieser Seite weitgehend ausgefallen ist. 15mm ist für heutige Verhältnisse schon groß. Soweit anhand des einen gezeigten Bilds beurteilbar, wächst der Tumor breitflächig im inneren Gehörgang und reicht an den Fundus heran.
Als erstes stellt sich doch nun die Frage: beobachten (wait and scan) oder behandeln. Würde es sich um einen asymptomatischen Zufallsbefund handeln, würde ich zu einer MRT-Kontrolle in 6-12 Monaten raten. Da aber das Symptom Hörminderung vorliegt, hängt die Entscheidung davon ab, welche Bedeutung diesem Symptom zukommt. Da der Tumor nahe am Fundus des inneren Gehörgangs liegt, ist es wahrscheinlich, dass es auch bei einer Operation mit möglichem Hörerhalt (transtemporal, subokzipital) zu einer Ertaubung kommt. Somit würde ich in diesem Fall, wenn eine Operation erfolgen soll, primär einen transtympanalen Zugang wählen. Dieser führt zwar sicher zur Ertaubung, hat aber den Vorteil, dass der Operierte am nächsten Tag wieder fit ist - dies ist bei den beiden anderen Zugängen häufig nicht der Fall.
Eine Bestrahlung kommt als Alternative in Betracht, wobei man hier wohl eher zu einer fraktionierten Behandlung neigen würde. Man muss sich im klaren sein, dass eine Operation nach einer unzureichend wirksamen Bestrahlung häufig zu einer Fazialisparese führt und dass bislang die Langzeiterfahrungen bei etwa 20 Jahren enden. Somit würde ich die Strahlentherapie nur bei älteren Patienten bzw. bei eigeschränkter Operationsfähigkeit erwägen. Bei jüngeren Patienten (die Grenze würde ich bei biologisch etwa 60-65 Jahren sehen) würde ich - sofern eine Therapie erfolgen soll - die Op bevorzugen.
Da im vorliegenden Fall das Labyrinth vermutlich ausgefallen ist und ein Hörerhalt unwahrscheinlich ist, würde ich hier - sofern ich alle relevanten Informationen habe - zur translabyrinthären Op tendieren, da man hiermit das Ziel, den N. faciialis zu erhalten, am wahrscheinlichsten erreichen kann.
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Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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Sicher ist der translabyrinthäre Zugang sicherer als einer der anderen von Ihnen genannten (transtemporal oder retrosigmoidal/subokzipital). Aber ist die Gefahr einer Fazialisparese damit gebannt? Um die Frage der Funktionsdiagnostik noch mal aufzugreifen: Ist denn das Labyrinth ausgefallen oder nur "vermutlich", gibt es wenigstens eine Kalorik? Wenn noch eine Vestibularisfunktion besteht ist der Pat. eher nicht am 1. post-OP Tag wieder fit. Und der Grad der Hörminderung ist auch nicht ersichtlich. Ist es noch Normalhörigkeit oder an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit? Gibt es objektive Audiometrie cochleär/retrocochleär? Sie tendieren, wie Sie schreiben, zur translabyrinthären OP. Bedeutet das, Sie operieren selbst? Vielleicht allgemein: halten Sie es für sinnvoll, den Pat. bei einem Operateur vorzustellen, der beide Zugnagswege, wie eingangs erwähnt, beherrscht und häufig durchführt?
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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Natürlich kommt es auch beim translabyrinthären Zugang zu Facialisparesen, allerdings seltener als bei den anderen Zugängen (soweit dieser Vergleich legitim ist, denn die Zugänge haben unterschiedliche Indikationen...). Selbstverständlich benötigt man vor einer etwaigen Operationen eine kalorische Labyrintherregbarkeitsprüfung. Bei erhaltener Labyrinthfunktion kommt es postoperativ zu einem Schwindel, der sich durch ein geeignetes intensivmedizinisches Regime meist gut kontrollieren lässt. Bei dem gezeigtenTumor erwarte ich einen vollständigen Ausfall, zumal auch das Hörvermögen schon beeinträchtigt ist. Auch wenn man standardmäßig eine Hirnstammaudiometrie durchführt, muss man eingestehen, dass diese keinerlei Einfluss auf die Therapieempfehlung hat.
Die Frage, wer ein Vestibularisschwannom operieren sollte - HNO oder Neurochirurg - hängt außer von Größe und Lokalisation auch von individuellen örtlichen Gegebenheiten ab. Bei uns werden fagliche Fälle in der Tumorkonferenz besprochen und erhalten die Option zu Beratungsgesprächen in Neurochirurgie und Strahlentherapie. Abgesehen davon denke ich, dass jeder Operateur von Vestibularisschwannomen die verschiedenen Zugänge beherrschen sollte, um erforderlichenfalls auch intraoperativ umsteigen zu können.
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Gold-Mitglied Dr. ...
Neurologie
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(1)
ch rate von "wait and scan" ab, das ist der vornehme Ausdruck für das was Neurologen gerne tun, im Bezug auf einen Tumor (oder aus der Sicht des Tumors) bedeutet das aber immer "nix tun" das mag manchmal das beste sein, aber bei einem Acusticusneurinom denke ich, ist das nicht sehr vernünftig. Dem Kommentar von Waldfahrer über die Probleme der Op nach Bestrahlung kann ich nur zustimmen. Da will dann niemand mehr so gerne ran.
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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Symptome werden als Hörminderung, einmalig aufgetretenem Schwindel und Tinnitus beschrieben, weiters diskreter subj. Leidensdruck. Daher muss man dem Pat sagen, dass die Hörminderung zur Taubheit wird, das der Tinnitus bestehen bleiben kann, betreffend Schwindel liegt keine Angabe über die Labyrinthfunktion vor, daher schwer abzuschätzen, wie dieser sein wird.
Ansonsten sind die Ausführungen von Herrn Waldfahrer sehr gut nachvollziehbar.
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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Soweit ich das bisher sehe, hat noch nicht alle Details verraten: Alter? Begleiterkrankungen? Vestibuläre Funktion? die BERA ist schon wesentlich bei der Diagnostik des AKN: Jewett I-V Verlängerung auf der Erkrankten Seite?! Die AKN´s, die ich gesehen habe, haben sich allesamt nicht innerhalb eine halben Jahres verändert. Einmal jedoch (Winzling, intracanalikulär) kam es ohne Vorwarnung zu einer Facialisparese. 1,5 cm halte ich schon für relativ groß!
Samii in Hannover operiert nur noch privat! Clemenshospital in Münster (ich glaube es ist auch ein Samii Schüler) operiert gut und schickt auch schon mal ein "zu kleines" AKN nach Hause. Insgesamt sind die neurochirurgischen Ergenisse in den letzten Jahrzehnten erheblich besser geworden!
Gerade gestern habe ich ein intracanaliculäres AKN wegen Zunahme der funktionellen Störungen (BERA, Sprachaudio, Vestibularis) zur Operation geschickt, unter der Vorstellung, das der Druck zugenommen hat, bei gleichzeitiger MRT-Konstanz über 5 Jahre! Selbst bei deutlicher vestibulärer Schädigung werden häufig keine Schwindelbeschwerden angegeben, da die Veränderungen langsam auftreten!
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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Nachtrag:
Weibl. Pat., 50 Jahre. Keine Vormedikation, keine nennenswerten Vorerkrankungen. Vestibuläre Funktion erhalten! Audio: Abfall ab 250 Hz mit 35dB bis 50db ab 1000Hz. BERA nicht gemacht, sehe darin allerdings keine Zusatzinformation, nachdem vorher bereits MRT gemacht wurde.
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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wie ist das Audio des Gegenohres?
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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Wenn Sie aber langfristig Änderungen sehen..., oder Einschränkungne des Gegenohres!
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Gold-Mitglied Dr. ...
Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
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Normakusis auf Gegenohr
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Mitglied Dr. ...
Neurochirurgie
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(1)
eine recht interessante Diskussion, die typisch ist - OP und Radiochirurgie stehen als Behandlungsoptionen alternativ zur Verfügung. Hier besteht ein vorwiegend intrameatales Schwannom, das gerade über den Porus hinausreicht, also von Stad.I nach II. Erstbefund bei Hörminderung bis 50dB, also noch gut brauchbares Hörvermögen, Labyrinthfunktion erhalten,Tinnitus ist ohnehin ein spezielles Kapitel ...
Warum fibt es 2 alternative Therapieoptionen? Weil man das individuelle Ergebnis nicht voraussagen kann und OP und Radiochirurgie in den letzten Jahren große Fortschritte mit vergleichbar guten Ergebnissen gemacht haben... bei der OP ist wohl der Operateur ein entscheidender Punkt, da wurden schon Koll. genannt, da kann man weitere hinzufügen, z.B. Prof. Rosahl in Erfurt. Da ist ein Kopf- und Neurozentrum mit ausgewiesener Kompetenz und sehr guten Ergebnissen bei Akustikusneurinomen mit OP und Radiochirurgie; jeder Pat. wird individuell über beide Methoden (da auch mit der Radiochirurgie dort langjährige Erfahrungen bestehen) beraten und kann sich dann entscheiden.
Zunächst kann aber hier die 6 Mo. MRT-Kontrolle abgewartet werden, wenn es nicht zu einer weiteren Hörverschlechterung kommt! Der Vergleich der Bilder sollte aber mit Bildfusion sein, damit man auch ein geringes Wachstum schon erkennen kann und dann besteht erst eine sichere Indikation zur Behandlung...
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