Medizin-Nobelpreis für Krebsviren
Der deutsche Mediziner und Forscher Harald zur Hausen erhält den medizinischen Nobelpreis für die Erforschung von Viren als Auslöser für Krebserkrankungen.
Zur Hausen begann seine Arbeiten bereits 1972 und zog durch seine aus damaliger Sicht kühnen Theorien den Zweifel der medizinischen Fachwelt auf sich. Erst als 1983 der erste Beweis für seine Theorie gelang, Viren könnten im Körper Krebserkrankungen begünstigen oder gar verursachen, wurden von Hausens Ansätze ernst genommen.
Der komplizierte Nachweis, dass durch Geschlechtsverkehr übertragbare Papillomaviren Gebärmutterhalskrebs bei Frauen verursachen können, gilt als bedeutende Erkenntnis in der Krebsforschung. Die Schwierigkeit in der Beweisführung liegt in der Rolle begründet, die andere, potenziell karzinogene Faktoren wie Rauchen oder genetische Vorbelastungen bei der tatsächlichen Ausbildung maligner Wucherungen spielen: meist löst erst das Hinzukommen dieser Risikofaktoren – oft erst nach Jahrzehnten – den viral bedingten Krebs aus.



