chronische Pharyngitis

25. November 2009

40J. Weinbauer mit metabolisches Syndrom (BMI 35), pathologische Glucosebelastungstest leidet seit vielen Jahren unter einer chronischen Pharyngitis. Der Patient hat auch ein obstruktives Schlafapnoesyndrom und verwendet mit guter Compliance ein AutoCPAP mit Luftbefeuchter.

Medikamentös ist er mit Blutdruckmedikamenten (3fach Kombination) gut versorgt. Im klinischen Befund zeigt sich ein nahezu unauffälliger Nasenstatus, ein Zustand nach Tonsillektomie, eine Hyperämie der Rachenschleimhaut, eine Verdickung der Seitenstränge, eine Zungengrundhyperplasie und ein unauffälliger Larynxbefund.

Vor einem Jahr wurde eine Durchuntersuchung durchgeführt. Die Ergenisse waren bis auf eine Gastritis, die 3 Monate mit 2 x 40 mg Pantoloc behandelt wurde unauffällig.

Trotz des PPI haben sich seine Halsbeschwerden nicht gebessert. Lokaltherapie mit Salbeitee, Argentum nitricum desinfizierenden Lutschtabletten waren ohne Effekt.

Welche Differentialdiagnose und Therapievorschläge haben Sie?

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Prognose und Behandlung bei M. Basedow

25. November 2009

39-jährige Patientin mit Erstmanifestation einer Autoimmunthyreopathie Typ M. Basedow. Bei gleichzeitigem Vorliegen einer fokalen Autonomie re. handelt es sich um das sog. Marine-Lenhart-Syndrom (AIT und Autonomie. Die Werte: FT3 17,8 (normal 3,1-7,0 pmol/l) FT4 22,3 (Norm 8,0-17 ) TSH basal < 0,01 (Norm 0,3-3,0) TPO

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Das Verhältnis zu Ihrem Praxispersonal

23. November 2009

Selten müssen die Zusammenarbeit zwischen Chef und Angestellten so fein abgestimmt sein wie in einer Arztpraxis. Im Wartezimmer besteht zudem für den Patienten die Möglichkeit, die kleinsten “Unebenheiten” sofort genau zu sezieren. Dazu hat man es mit kranken Menschen zu tun, die wesentlich sensibler reagieren. Jeder Fehler hat auch gleich gravierendere Folgen für den Patienten, aber auch für den Ruf der Praxis. Ein optimale Fein- Abstimmung zwischen Chef und Angestellten ist deswegen Grundvoraussetzung. Sicher kennen wir alle die Grundvoraussetzung für ein optimales Betriebsklima. Was tun Sie zusätzlich, um die Mitarbeiter zu motivieren und das Betriebsklima noch weiter zu verbessern?

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Einseitige Zwerchfellparese und Stimmveränderung

23. November 2009

Ein 65 jähriger Mann erlitt vor 1 Jahr einen Verkehrsunfall. Nach dem er mehere Wochen wegen einer Wirbelsäulenverletzung (Th12, L1), Serienrippenbrüchen, Hämatopneumothorax mit mediastinalem Emphysem und einer ungekläretn einseiitigen Phrenicusparese (Zwerchfellhochstand) aus der stationären Pflege entlssen wurde, bemerkte er eine rauhe Stimme. Subjektiv beschreibt er das die Stimme nicht mehr so laut wäre. Ausserdem habe er ein Globusgefühl und vermehrte Schleimbildung.
Er habe keine Trockenheit, keine Schmerzen, kein Brennen im Hals und auch keinen Räusperzwang.

Eine logopädische Therapie wurde durchgeführt, der Befund der Logopädin beschreibt eine funktionelle Stimmstörung. Es wurde Atemtrainig 10 mal durchgeführt, wobei der Patient nur kleine Erfolge angibt.

Früher hätte er trotz Rauchen (1963 -1998) eine “Pferdelunge” gehabt.
Im Status sieht man St. p. TE, Septumdeviation, links eine geringradige Verlangsamung der Stimmbandbewegung, einen inkompletten Stimmbandschluss, sowie eine Retention von Speichel im Sinus piriformis und der Vallecula.

Der Patient möchte nun ein Privatgutachten um den Anästhesisten wegen einer Verletzung bei der Intubation klagen.

Auf mein Abraten und der Aussage, dass man keine anästhesiologischen Probleme nachweisen könne, ging er unverrichteter Dinge und will das Mandat für das Privatgutachten einem anderen Arzt geben.

Er glaubt nicht – wie ich es glaube -,dass die Zwerchfellähmung ursächlich sein kann.
Die Literatur diesbezüglich ist sehr mager – haben Sie das schon gesehen?

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Schützt eine Pneumokokkenimpfung vor Herzinfarkt?

23. November 2009

Einer kanadischen Studie zufolge reduziert eine Pneumokokkenimpfung das Herzinfarktrisiko um 50% (www.cmaj.ca/cgi/content/abstra…). Die Vakzine schützt vor Herzinfarkt, indem sie Lungenentzündungen verhindert, die Auslöser für kardiale Ereignisse sind, schreibt Dr. Mohammed Madjid vom Texas Heart Institute in einem begleitenden Kommentar.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts empfiehlt allen Erwachsenen über 60 Jahren, sich einmalig gegen Pneumokokken impfen zu lassen. Der Impfschutz beginnt etwa drei Wochen nach der Impfung und hält fünf Jahre an. In bestimmten Fällen – etwa bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Lungenerkrankungen – sollte diese Impfung mehrfach wiederholt durchgeführt werden.

Aufgrund verschiedener Studien gehen andere Wissenschaftler jedoch davon aus, dass die breite Einführung einer Pneumokokkenimpfung nicht gewährleistet, dass die Zahl der Pneumokokken-Erkrankungen auch insgesamt fällt. Vielmehr besteht die Gefahr einer Verschiebung zu anderen Erregern, die im Impfstoff nicht vorhanden sind. Der Nutzen der Impfung in Mitteleuropa sei bei älteren Menschen nicht gesichert (www.impfschaden.info/impfen/pn…).

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Maximaldiagnostik bei Plattenepizhel-CA

18. November 2009

In einem Fall in meiner Verwandschaft wurden mehrfach niedrig differenzierte PE-CA’s aus dem Gesicht geschnitten, teilweise gelasert. Inzwischen hatte sich eine massive Schwellung betont über dem linken Masseter ausgebildet. Eine MRT konnte lediglich die Schicht der ödematösen Schwellung festlegen (epifascial). Die getroffenen Lymphknoten waren unauffällig.

Unter Antibiose gab es keine wesentliche Befundbesserung. Mit NSAR geht’s besser.
Die Schnitte der Excisionen seien alle im Gesunden gelegt worden. Die CA’s sollen keine Hinweise für eine Neigung zu Metastasierung in sich bergen. Die sonographisch darstellbaren Lymphknoten seien alle unauffällig. Die beteiligten Dermatologen und Chirurgen möchten derzeit nichts mehr unternehmen.

Bevor jetzt ein manualtherapeutischer Maximalschlag* angesetzt wird (zum Glück ist die Pat. privat versichert…), sollte natürlich die Frage nach einem Geschehen in Zusammenhang mit den CA’s “endgültig” abgeklärt sein.

Welche Untersuchungsverfahren bieten diesbezüglich weitestgehende Sicherheit? Was sollte also alles gelaufen sein, bevor symptomatisch behandelt wird?

*Die Hauptbeschwerden der Pat. liegen in einer massiven Craniomandibulären Dysfunktion, die jedoch meines Erachtens sekundär ist bei eben dem muskulären Befund – auf diesem Thema möchte ich aber an dieser Stelle nicht herumreiten.

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Lohnt sich die Teilnahme am Hausarztvertrag in Baden-Württemberg

17. November 2009

Ich bin in Baden-Württemberg als Hausarzt niedergelassen und habe mich bislang gegen die Teilnahme am Hausarztvertrag zwischen HÄV/MEDI und der AOK (jetzt auch BKKs) gesträubt. Die Notwendigkeit der Anschaffung einer separaten Software sowie die Tatsache, dass man künftig alle Laborleistungen selbst zahlen soll, haben mich als Hauptargumente abgeschreckt. Auch der Zwang, allen AOK-Patienten eine Wartezeit von 30 Minuten zuzusichern halte ich für eine Einzelpraxis für nicht realisierbar.

Daher meine Frage an die Kollegen in Baden-Württemberg, die teilnehmen: empfehlen Sie mir trotz o.g. Nachteile die Teilnahme am Hausarztvertrag ? Steigt das Honorar ? Und was sehen Sie als weitere Vorteile ?

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Antibiotika bei Schnittwunde nach frischer Herzklappen-OP ?

17. November 2009

Am Wochenende sah ich im Notdienst eine 72jährige Patientin, die sich beim Gemüseschneiden in den linken Ringfinger geschnitten hatte. Ein ca. 5 x 7 mm großes Stück der Fingerkuppenhaut war abgeschnitten, tiefer ging die Verletzung nicht. Die starke Blutung konnte ich durch Verband + Druck nach 15 Minuten zum Stehen bringen. Ein aktueller Tetanusschutz war vorhanden.

Problematisch war die Tatsache, dass die Patientin 3 Wochen zuvor am Herzen operiert worden war und eine biologische Aortenklappe (Schwein) implantiert bekam. Daher schrieb ich ihr zur Verhinderung einer Klappeninfektion bei möglicher Bakteriämie Amoxicillin 750 mg 1-1-1 für 3 Tage auf.

Habe ich richtig gehandelt ? In den Leitlinien zur Endokarditisprophylaxe habe ich nur Hinweise für operative Eingriffe gefunden, nicht für Verletzungen. Zudem ist nirgends vermerkt, welche Rolle es spielt, wie lange die Herzklappen-OP zurückliegt.

Die sonstige Medikation der Pat. bestand aus ASS 100, einem Betablocker, einem ACE-Hemmer, HCT und einem Statin.

Im Voraus vielen Dank für ihre Hilfe !

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Neue Grippe und Elektivchirurgie

17. November 2009

Angesichts der Pressemeldungen, der Mitteilungen der Kollegen und der Anstrengungen um die Impfung scheint die Neue Grippe eine ernsthafte Bedrohung sowohl für das Morbiditätsgeschehen als auch für das Mortalitätsgeschehen darzustellen. Ist es an dieser Stelle angezeigt, über Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang mit Elektivoperationen nachzudenken und diese umzusetzen. Kennt jemand in diesem Zusammenhang Empfehlungen der Gesundheitsämter?
Denkbar wäre eine stationäre Aufnahme am Vortag der Operation oder zumindest 12 Stunden vorher, um bei eintreten von Symptomen die Patienten von einer Elektivoperation (Hernie, Hüfte, Knie, Galle) vorerst auszuschließen.

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Sinn von Labordiagnostik bei neuer Grippe?

13. November 2009

Hallo,

mich würde interessieren, wie die Kollegen die Frage der Labordiagnostik bei Verdacht auf Infektionen mit H1N1 handhaben.
Hintergrund der Frage: welchen Sinn macht die Labordiagnostik eigentlich? Wenn ich anhand der Klinik den Verdacht auf einen H1N1-Infekt habe, tue ich doch in jedem Fall so als ob und lege dem Patienten die zeitweise Selbstisolierung nahe, Entscheid über antivirale Therapie entsprechend bei passender Indikation. Wenn ich den Verdacht nicht habe, treffe/empfehle ich auch keine Massnahmen. Welche Information bringt mit der Abstrich also? (ausser der Produktion erheblicher Kosten für die Solidargemeinschaft und schönen Statistikdaten?)

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