Mehr als 30.000 Ärzte nutzen mittlerweile das unabhängige Expertennetzwerk coliquio.de, um sich mit Fachkollegen im gesamten deutschsprachigen Raum auszutauschen. Neben der Möglichkeit zur Konsultation von Kollegen in schwierigen und außergewöhnlichen Fällen finden die Ärzte auf coliquio wichtige medizinische Informationen für ihren beruflichen Alltag.
Fachlicher Austausch mit über 30.000 Ärzten
So bietet das Netzwerk seinen Mitgliedern eine aufbereitete Übersicht aller relevanten deutschsprachigen Leitlinien sowie aktuelle und interessante Artikel zu medizinischen Themen.
Dank einer speziellen Suchfunktion können Ärzte schnell und einfach auf das Praxiswissen und die Erfahrungen ihrer Kollegen in den über 39.000 Beiträgen auf coliquio zugreifen –eine nützliche Ergänzung zur medizinischen Fachliteratur.
„Die stetig wachsenden Mitgliederzahlen und das positive Feedback unsere Nutzer zeigen uns, dass das Konzept bei den Ärzten gut ankommt“, so Martin Drees, einer der Gründer von coliquio.
2007 gegründet, ist coliquio mittlerweile eines der größten Expertennetzwerke für Ärzte im deutschsprachigen Raum.
Schon seit 2007 ermöglicht coliquio als kostenlose und unabhängige Internetplattform für Ärzte den gezielten und schnellen Austausch von medizinischem Wissen. Auf fast alle Fragen geben Kollegen sämtlicher Fachgebiete innerhalb von meist weniger als 24 Stunden eine qualifizierte Antwort.
Das Ärzte-Expertennetzwerk coliquio hat mittlerweile 20.000 Mitglieder
In den letzten Monaten hat die Zahl der Teilnehmer deutlich zugenommen und diese Woche konnte mit Klaus Pottgiesser, Anästhesie-Chefarzt aus Boppard, der zwanzigtausendste Arzt in der coliquio - Gemeinschaft begrüßt werden. Die höhere Teilnehmerzahl führt zu immer lebhafteren Diskussionen und erhöht das fachliche Niveau der Debatten deutlich. coliquio unterstützt diesen Erfahrungsaustausch durch Zusammenstellung hochwertiger medizinischer Fachartikel und Leitlinien aus dem Internet. Dadurch wird die Internetplattform für immer mehr Mediziner zu einem integralen Bestandteil ihrer täglichen Arbeit in Klinik und Praxis.
Die coliquio Redaktion dankt allen Mitgliedern für mehr als 30.000 gelöste Fragestellungen. Wir stellen die technischen Voraussetzungen bereit, doch das Wissen und die Erfahrung steuern die Nutzer bei. Dank ihnen etabliert sich coliquio immer mehr als eine der größten Internetplattformen für deutschsprachige Ärzte in Europa.
Konstanz, 20. Januar 2010 - Ab heute spendet coliquio einen Monat lang für jedes Mitglied, das sich neu auf der Plattform registriert, 10 Euro an Haiti Med e.V.

Die deutsch-haitianische Hilfsorganisation Haiti-Med e.V.
Parallel dazu hat die coliquio Community ebenfalls eine Spendenaktion für die Opfer des Erdbebens gestartet.
Weitere Informationen zur Spendenaktion und zu Haiti Med e. V. finden Sie unter: Hilfe für Haiti
Ein Jahr (nicht nur) im Schatten der Schweinegrippe
Die Top5 Themen 2009 auf coliquio:
| Rang | Beiträge | Kommentare | Antworten | Thema |
|---|---|---|---|---|
1 | 24 | 875 | 1326 | H1N1-Virus („Schweinegrippe“) |
2 | 3 | 135 | 290 | Verhältnis Arzt - Pharmaindustrie |
3 | 3 | 93 | 312 | Bundestagswahl: Gesundheitspolitik |
4 | 1 | 126 | 34 | Phytotherapie |
5 | 1 | 73 | 30 | Fallbeispiel: 32jährige mit akutem Lungenversagen |
1. Schweinegrippe und kein Ende
So wie der gesamte medizinische Diskurs, waren auch die Debatten auf coliquio in diesem Jahr von einem kleinen runden Influenzavirus namens Subtyp A/California/7/2009 (H1N1), besser unter dem Namen Schweinegrippevirus bekannt, dominiert. Als das Virus im April in den USA erstmals identifiziert worden war, waren die Bedenken sofort groß und schon im Juni stufte die WHO ihre Pandemie-Warnung auf die höchste Alarmstufe hoch. Bereits zu Beginn warnten Kritiker angesichts der geringen Pathogenität des H1N1-Virus vor Panikmache. Ihnen wurde entgegen gehalten, dass die „Spanische Grippe“ 1919/20 auch mit einer milden Phase begonnen hätte, dann aber 50 Millionen Todesopfer verursacht hat. Um dem vorzubeugen, gab die Regierung mehrere hundert Millionen Euro für die Bestellung von Impfstoff und Virostatika aus.
Inzwischen können wir sagen, dass das neue im Vergleich zum saisonalen Influenzavirus deutlich harmloser ist: in Australien, wo sonst pro Winter 2000 bis 3000 Menschen an der saisonalen Grippe versterben, starben dieses Jahr nachweislich nur etwa 190 Menschen an der saisonalen und 189 weitere an der Neuen Grippe. Eine komplette Entwarnung wäre jedoch verfehlt: unter den 61 H1N1-Toten in Deutschland (Stand 27.11.2009) waren vor allem junge Menschen und Kinder mit Vorerkrankungen. Von daher ist die Empfehlung der Deutschen Impfkommission, Beschäftigte im Gesundheitswesen und chronisch kranke Personen bevorzugt zu impfen, sicher sinnvoll.
In 24 verschiedenen Diskussionen gab es auf coliquio insgesamt 875 Textbeiträge und 1326 Antworten zum Thema H1N1. Um die vielschichtige Diskussion zusammenzufassen hat sich die Redaktion eines völlig neuen Mittels bedient: eine intelligente Grafik (so genannte Argument Map) hilft den coliquio-usern, auf einen Blick den Überblick über das Thema zu bekommen.
2. Verhältnis zwischen Ärzten und Pharmaindustrie
Ein weiteres Thema, über das angeregt diskutiert wurde, war unser Verhältnis zu den Arzneimittelherstellern. Sollte der Arzt noch Pharmareferenten empfangen? fragte zum Beispiel mathegu und bekam zur Antwort, dass über 90 % der coliquio – Nutzer dies noch tun, ein Drittel davon aber nur noch bei handverlesenen Pharmareferenten. Ronaldo fragte in seinem Beitrag Industriegesponsorte Kongressteilnahme ob Ärzte, die ihre Teilnahme an Kongressen von der Industrie bezahlt bekommen, dies nicht auf ihren Namensschildern kennzeichnen sollten. Die sehr emotional geführte Debatte ergab große Meinungsdifferenzen der Ärzteschaft. Ein dritter Diskussionsfaden, Ärzte und Pharmaindustrie, bezog sich auf industriegesponsorte Arzneimittelstudien.
3. Bundestagswahl und Gesundheitspolitik
Anfang September sorgte folgender Beitrag für Aufregung: Schmidt lässt Abschaffung der privaten Krankenversicherung prüfen. Ulla Schmidt plante, ein Gutachten „zur Überwindung des zweigeteilten Krankenversicherungsmarktes“ erstellen zu lassen. In der Diskussion TV-Duell: Wer ist Ihr persönlicher Sieger? sprach sich trotz der Unzufriedenheit mit der SPD-Gesundheitsministerin nur eine knappe Mehrheit von 54 % für Angela Merkel aus, 46 % nannten Schmidts Parteifreund Frank-Walter Steinmeier als ihren persönlichen Sieger. Frau Schmidt hatte dennoch keine Gelegenheit mehr, ihre Pläne in die Tat um zu setzen. Phillip Rösler, ein ehemaliger ophtalmologischer Assistenzarzt, übernahm ihr Amt und in der Diskussion Rösler Gesundheitsminister überwog der Optimismus, dass er als ärztlicher Kollege unsere Interessen besser vertreten wird als seine Vorgängerin.
4. Phytotherapie - Flowepower für die Gesundheit
Im Beitrag Phytotherapie - Flower Power für die Gesundheit fragte coliquio Mitglied Hno-ordination nach den Erfahrungen seiner Kollegen mit pflanzlichen Arzneimitteln und löste damit eine enorme Resonanz aus: in weit über 100 Beiträgen berichteten Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen von ihren Favoriten aus dem Bereich Phytotherapie und ihren klinischen Erfahrungen damit. Am Ende fasste der Fragesteller die Diskussionsergebnisse in einer Liste zusammen, die einen hohen Gebrauchswert in der täglichen Praxis haben dürfte.
5. Fallbeispiel: 32jährige mit akutem Lungenversagen
Im Oktober reagierten die coliquio – Benutzer auf den Beitrag Hilfe für Doreen - rätselhafter, schwerwiegender Krankheitsverlauf mit beispielloser Hilfsbereitschaft: Barbaragyn schilderte den Fall einer 32 jährigen Patientin, die nach einer Zahnarzttherapie 9/2008 mit Entfernung von sechs Amalgam – Füllungen über allgemeine Leistungsminderung sowie Hörstörungen sowie Kopf- und Gliederschmerzen klagte. Im Anschluss kam es erst zu einer schweren Zahnfleischentzündung mit blauviolettem Saum an den Zahnhälsen, dann zu Ekzemen, Gewichtsverlust und Nasenbluten. Im Mai 2009 folgten Entzündungen an den Hand und Fußgelenken mit tiefen Ulcera, im Oktober kam es schließlich zur Intensivpflichtkeit bei akutem Lungenversagen. Zwar konnte die Uniklinik die Ursache der Erkrankung bis heute nicht zweifelsfrei feststellen, jedoch haben die insgesamt 73 klinischen Tipps von 25 verschiedenen Kolleginnen und Kollegen der coliquio – Gemeinde die Diagnostik als Ideenbörse sehr vorangebracht. Zudem hatten die Angehörigen der Patientin das angenehme Gefühl, dass sich eine starke Gemeinschaft von Ärzten auf höchstem medizinischen Niveau um ihre Tochter kümmert.
Fazit
Die coliquio-Gemeinschaft blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2009 zurück: die Zahl der Nutzer ist auf über 17.500 Ärztinnen und Ärzte aller Fachgebiete gestiegen. Dies macht sich in den Diskussionen bemerkbar: die Zahl und das fachliche Niveau der Beiträge sind deutlich gestiegen und immer rascher erhalten Kolleginnen und Kollegen Antworten auf ihre medizinischen Fragen. Der Anwendungswert unserer Plattform ist deutlich gestiegen, ganz im Sinne der Erfinder und dem coliquio – Leitspruch „Medizin – einfach wissen“.
Das coliquio-Team dankt allen, die sich in diesem Jahr an den Diskussionen beteiligt haben und die uns mit ihrer Kritik und ihren Anregungen geholfen haben, noch besser zu werden! Wir wünschen allen coliquio – Mitgliedern und deren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr 2010.
40J. Weinbauer mit metabolisches Syndrom (BMI 35), pathologische Glucosebelastungstest leidet seit vielen Jahren unter einer chronischen Pharyngitis. Der Patient hat auch ein obstruktives Schlafapnoesyndrom und verwendet mit guter Compliance ein AutoCPAP mit Luftbefeuchter.
Medikamentös ist er mit Blutdruckmedikamenten (3fach Kombination) gut versorgt. Im klinischen Befund zeigt sich ein nahezu unauffälliger Nasenstatus, ein Zustand nach Tonsillektomie, eine Hyperämie der Rachenschleimhaut, eine Verdickung der Seitenstränge, eine Zungengrundhyperplasie und ein unauffälliger Larynxbefund.
Vor einem Jahr wurde eine Durchuntersuchung durchgeführt. Die Ergenisse waren bis auf eine Gastritis, die 3 Monate mit 2 x 40 mg Pantoloc behandelt wurde unauffällig.
Trotz des PPI haben sich seine Halsbeschwerden nicht gebessert. Lokaltherapie mit Salbeitee, Argentum nitricum desinfizierenden Lutschtabletten waren ohne Effekt.
Welche Differentialdiagnose und Therapievorschläge haben Sie?
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